Nachruf auf unseren
Ehrenvorsitzenden Herbert Franke

Oberfranken, im August 2021

Der oberfränkische Basketball-Verband trauert um seinen Ehrenvorsitzenden Herbert Franke. Wie erst Anfang August bekannt wurde, verstarb „Heu“, wie er von seinen Weggefährten genannt wurde, bereits am 29. Juni.

Aufgewachsen in Wallenfels bei Kronach zeigte sich schon von Kindesbeinen an Herbert Frankes großes sportliches Talent: Als Student für das Lehramt an Gymnasien wurde er bayerischer Hochschulmeister im Schwergewichtsboxen, wobei er 19 seiner 20 Kämpfe durch K.O. gewann – sprichwörtliches Indiz seiner Durchsetzungsfähigkeit, die ihn auch in seiner späteren Funktionärstätigkeit auszeichnen sollte.

Zum Basketball stieß Franke bereits 1957, als er als Spieler an der ersten oberfränkischen Basketballrunde teilnahm, Abteilungsleiter der TS Kronach und in der Folge Sport- und Jugendwart des Bezirks Oberfranken wurde. 1963 übernahm er die Führung unseres oberfränkischen Basketballverbandes und prägte die Entwicklung unseres Sports in hohem Maße. Nach Übergabe des Vorsitzes an Jürgen Vogel 1981 wurde er als Ehrenvorsitzender ausgezeichnet.

Überregionale Bekanntheit erlangte Franke, der sein berufliches Leben als anerkannter und engagierter Pädagoge am Meranier-Gymnasium Lichtenfels verbrachte, durch sein Engagement für den Sport im Allgemeinen und den Basketball im Besonderen. Während ihm seine Größe und Statur zunächst eine beachtliche sportliche Laufbahn auf der Centerposition erlaubten, brachte er es anschließend als Schiedsrichter sogar bis in die Bundesliga. Ein besonderes Highlight seiner Karriere war mit Sicherheit seine Kampfrichter-Tätigkeit während des „Jahrhundertspiels“ zwischen den USA und der UdSSR im Finale der Olympischen Spiele 1972 in München.

Der oberfränkische Basketball steht tief in Herbert Frankes Schuld. Wir werden ihm stets ein außerordentlich ehrendes Andenken bewahren. Unsere Gedanken und unser Mitgefühl gelten seiner Familie, der wir viel Kraft und Zuversicht in dieser schweren Zeit wünschen.